Palliativmedizin

Der Schwerpunkt der palliativmedizinischen Arbeit liegt in der Linderung von Leiden und Beschwerden der Patienten, die sich im fortgeschritten Stadium einer nicht heilbaren Erkrankung befinden. Die Bedürfnisse der Patienten und ihre Wünsche stehen stets im Vordergrund, sodass die medizinische Versorgung darauf abgestimmt wird. Auf der Palliativstation des Krankenhauses St. Marienwörth werden diese Patienten stationär betreut, während sie in der palliativmedizinischen Ambulanz, beides unter Leitung von Oberarzt Robert Gosenheimer, ambulant begleitet werden. Das Ziel der Behandlung ist die Verbesserung der Lebensqualität durch eine optimale Beschwerdetherapie, wobei ein Schwerpunkt der Arbeit die Schmerzbehandlung ist.

Kontakt:
Krankenhaus St. Marienwörth
Palliativmedizin
Oberarzt Robert Gosenheimer
Telefon: (0671) 372-1765

Onkoteam des Jahres 2011



Beim 17. Krebskrankenpflegesymposium der Akademie für Gesundheitsberufe (AfG) am Universitätsklinikum Heidelberg wurde erstmals „Deutschlands Onko-Team“ des Jahres gekürt. Aus dem Wettbewerb, zu dem die Konferenz der Onkologischen Kranken- und Kinderkrankenpflege Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (KOK) aufgerufen hatte, gingen das Team des Krankenhauses St. Marienwörth und das Universitätsklinikum Regensburg als Sieger hervor. Die KOK kürt damit interdisziplinäre Pflegeteams für ihre außergewöhnlichen Leistungen in der Betreuung von Krebspatienten.

Die Gewinner bekamen den Preis zum Auftakt des 17. Krebskrankenpflege-symposiums in Heidelberg von Kerstin Paradies, Vorstandssprecherin der KOK, und Professor Dr. Walter Aulitzky, Vorstandsvorsitzender des Krebsverbands Baden-Württemberg e.V., überreicht. Eine Jury aus Vertretern der KOK, des Krebsverbands und von Patientenorganisationen wählte die Siegerteams aus insgesamt 16 Bewerbungen aus ganz Deutschland aus.
„Wir sind natürlich besonders stolz, dass wir uns als Haus der Regelversorgung gegen Teams aus großen Universitätskliniken behaupten konnten. Deshalb möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die sich über das Internetvoting oder auch durch die persönliche Unterstützung für uns stark gemacht haben“, erklärt Abteilungsleitung Annegret Euler.

Das Team überzeugte die Jury neben dem intensiv gelebten Gemeinschaftsgedanken mit ihrem speziellen onkologischen Pflege- und Therapiekonzept und seiner ganzheitlichen Sichtweise. So gibt es in der Abteilung einen „Snoezelraum“,  eine Kombination der beiden niederländischen Wörter „snuffelen“ (schnüffeln) und „doezelen“ (dösen, schlummern). Dort bereiten Musik, Lichteffekte, Wassersäulen sowie ein Massage-Wasserbett dem Patienten ein intensives Wohlfühl-Erlebnis. Die Pflegefachkräfte sind ausgebildet, um in dieser Umgebung Ängste und Unruhe abzubauen, die Patienten erfahren Entspannung und verspüren Schmerzlinderung. Über die individuelle Pflegeberatung hinaus unterstützen die Pflegekräfte die Patienten durch weitere Angebote wie Aromatherapie, autogenes Training, Phantasiereisen oder Gesprächsangebote.

Pflegedirektor Wolfgang Kamptz ist sehr stolz auf die Auszeichnung: „Als Krankenhaus mit onkologischem Schwerpunkt und zwei Organzentren sind wir stets bemüht, diese Kompetenz weiter zu optimieren. Alle Mitarbeiter im Pflege- und Funktionsdienst leisten großartige Arbeit. Das onkologische Team um Abteilungsleiterin Annegret Euler arbeitet überaus engagiert, bildet sich kontinuierlich fort und bringt eigene, kreative Ideen ein, um die Situation unserer Patienten zu verbessern. Wir freuen uns sehr, dass diese herausragende Arbeit nun von einer so renommierten Institution wie der KOK ausgezeichnet wird.“

Das Team der Abteilung für Palliativmedizin und Onkologie des St. Marienwörth besteht aus 17 Pflegefachkräften, 1 Teamassistentin, 1 Abteilungshilfe, 2 Ärzten, 3 Physiotherapeuten, 2 Psychologen , 3 ehrenamtlichen Mitarbeitern des Christlichen Hospizdienstes an der Nahe sowie festen Mitarbeitern aus Sozialdienst und Seelsorge.

„Allein diese Vielzahl an verschiedenen, gut ausgebildeten Fachexperten aus den verschiedenen Berufsgruppen zeigt, wie patientenzentriert auf der Station gearbeitet wird“, erläutert Bruder Bonifatius Faulhaber, Geschäftsführender Vorstand der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz. „Patienten auf dieser Station stehen meist am Ende ihres Lebens. Da ist besondere Zuwendung notwendig, die wir hier auf allen Ebenen vermitteln“, so Faulhaber weiter.


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